Bericht aus dem Trainingslager
23. September 2016
0

Um die über den Winter hart erarbeiteten Trainingserfolge der gelben Sterne am
blauen haßlocher Leichtathletik-Himmel zu festigen, fand auch dieses Jahr das
sechstägige Trainingslager des LCH im thüringischen Bad Blankenburg statt.
Sturzbachartige Regenfälle bei der Abfahrt in Haßloch zu Beginn des sportlichen
Abenteuers ließen die stählernen Körper der Athleten jedoch in keiner Weise rosten,
sodass sie zu jeder Zeit den Willen zum Erfolg, gepaart mit uneingeschränkter
Motivation, ausstrahlten.

Die erfahrenen Leittiere Joachim Tremmel, Holger Geiger und Rainer Sölter
vermochten es dabei nicht nur, ihre eigenen Schäfchen gen Osten ins Trockene zu
führen, sondern reichten auch einigen desorientierten Germersheimern wohlwollend
die Hand. Dabei durfte die Verpflegung natürlich keineswegs fehlen und so
verzückte saftiger Fleischkäse in rauen Mengen die Gaumen der ambitionierten
Jungsportler. Nach mehrstündiger Fahrt durch finstere Tunnel und vorbei an grellen
Schneelandschaften war es schließlich geschafft und alle Entkräfteten konnten im
Hotel ein wenig Energie für die erste Trainingseinheit sammeln.

Trotz des vielseitigen kulinarischen Angebots, fühlten sich viele Athleten noch immer
nicht optimal nutriert und legten den Fokus zunächst auf den Erwerb flüssiger
Nahrung, welche besonders die gemeinsamen Abendstunden versüßte.
Geknechtet von den strengen Händen der Trainerschaft und geplagt von
unbändigem Muskelkater in den Gewebefragmenten, die früher einmal als „Beine“
bezeichnet worden waren, hatten sie sich die Belohnung am Abend redlich verdient.
Holger Geiger war allerdings mit der wundersamen Heilkraft seiner Hände in der
Lage, einige seiner Schützlinge von dem undefinierbaren, dumpfen Schmerz ihrer
Waden durch gekonnte Massagehandgriffe zu befreien.

Während am vierten Tag des Trainingslagers den Körpern der Sportler etwas Ruhe
gewährt wurde, schlief ihr Geist keineswegs und die freie Zeit konnte für eine
messerscharfe Videoanalyse einzelner Sprinter, Zehnkämpfer und Werfer genutzt
werden. Das familiäre Beisammensein der fest zusammengeschweißten Truppe
nutzten schließlich die Athleten, um ihren Mentoren mit kleinen Präsenten für die
jahrelange Unterstützung zu danken. – Ein voller Erfolg.

Ohne jegliche Anzeichen von Müdigkeit oder gar Erschöpfung absolvierte Marius
Meyfarth seine Trainingseinheiten und führte den haßlocher Läufertrupp stets mit
größter Motivation an, wofür er von seinen Kameraden teils ungläubiges
Kopfschütteln erntete.

Am äußersten Limit hingegen, befanden sich die Küken unter den Athleten, die
jedoch nicht vor dem „Bonbon“ der Betreuer in Form von mehreren Bergaufsprints
zurückschreckten und somit alle sportlichen Herausforderungen mit Bravour
meisterten. Besonders die hervorragende Sprintfähigkeit von Jonas Unruh
überraschte in diesem Zuge.

Trotz der erheblichen außersportlichen Belastungen am letzten Abend, kamen
schließlich alle Teilnehmer des diesjährigen LCH-Trainingslagers gesund und
munter in Haßloch an und dürfen nun alle von sich behaupten: „Ich war dabei!“
Das nächste Trainingslager wird bereits jetzt sehnsüchtig erwartet.

Schreibe einen Kommentar