Emil Leibrock holt Bronze auf den Süddeutschen Meisterschaften
23. September 2016
0

Bei über 35 Grad im Schatten starteten am ersten Wettkampftag der Süddeutschen Meisterschaften 2015 gleich drei Athleten vom LCH und bewiesen neben Sprintstärke auch einen langen Atem. Erst nachdem aufgrund der zermürbenden Hitze die Bahn mit Wasser gekühlt worden war, um den Athleten Verbrennungen an den Fingerspitzen zu ersparen, konnte der 100-Meter-Lauf stattfinden. Julian Opitz (Männer), der mit einer Qualifikationszeit von 11,10 Sekunden eine Punktlandung geschafft hatte, kam im ersten Vorlauf mit einer guten Zeit von 11,18 Sekunden auf den fünften Rang, qualifizierte sich damit jedoch nicht für die Zwischenläufe.

Emil Leibrock, der Weiße Keniate, machte seinem Spitznamen alle Ehre und begeisterte in einem Gänsehautlauf zur Primetime die Zuschauer. Die Bedingungen verbesserten sich mit der Zeit ein wenig und das Thermometer zeigte lediglich 30 Grad an, woraufhin plötzlich dicke Regentropfen vom Himmel fielen und das dampfende Geläuf kühlten. Innerhalb der Verfolgergruppe von vier Läufern, die den Sieger Steffen Ulmrich ziehen lassen mussten, ergriff Leibrock 600 Meter vor dem Ziel die Initiative und zog das Tempo an.
Mit einer Zeit von 9:18,00 Minuten finishte er am Ende als Dritter und somit unmittelbar vor dem Siebten der Deutschen Cross-Meisterschaften, Julius Hild, vom SSC Hanau Rodenbach.

teaserbox_47725580
Leibrocks Vereins- und Läuferkollege Marius Meyfarth ging bereits zuvor bei 38 Grad mit der zweitschlechtesten Meldezeit in einem stark besetzten Teilnehmerfeld über 1500 Meter an den Start und lag noch eine Runde vor Schluss am Ende des Feldes auf dem zwölften Rang. Dann jedoch zeigte der Haßlocher wieder einmal seine Sprintstärke auf den letzten 400 Metern gepaart mit einer unvorstellbaren Gleichgültigkeit im Bezug auf körperlichen Schmerz.
Mit einer Schlussrunde in 57 Sekunden, stürmte Meyfarth bis auf den sechsten Platz vor, den er sich redlich verdient hatte.

Bei ähnlichen Bedingungen fanden gleichzeitig in Neuwied die Rheinland-Pfalz-Meisterschaften der U16 und U20 statt, wo Jonas Unruh und Raphael Tremmel für den LCH an den Start gingen. Tremmel überzeugte im Weitsprung mit 6,50 Metern, die ihm Bronze einbrachten und stieß die Kugel auf 14,13 Meter, was für Platz Zwei reichte. Im Hochsprung kam der Haßlocher Zehnkämpfer zwar nicht ganz an seine persönliche Bestleistung heran, sprang jedoch solide 1,85 Meter und wurde damit Fünfter. Jonas Unruh konnte sich mit einer beachtlichen Zeit von 12,14 Sekunden über 100 Meter für das Finale qualifizieren und wurde insgesamt Siebter
über diese Distanz. Des Weiteren überzeugte der junge Athlet mit 1,61 Metern im Hochsprung und mit 31,89 Metern im Diskuswurf, wo er beide Male Vierter wurde und die Medaille somit nur knapp verfehlte.

Bereits im darauffolgenden Tag riss das Wettkampfwochenende für den LCH nicht ab und Marius Meyfarth startete erneut beim Citylauf in Kaiserslautern, wo er im Elite-Lauf der Männer, dem Recaro-Lauf, fünf Kilometer in 16:13 Minuten auf brennend heißem Asphalt absolvierte.
Damit platzierte er sich insgesamt auf dem elften Rang und wurde innerhalb der regionalen Wertung Zweiter. (lei)

Schreibe einen Kommentar