Chance genutzt: Süddeutsche Normen bei RLP-Meisterschaft geknackt
15. Juli 2026
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Die diesjährigen Landesmeisterschaften der verschiedenen Altersklassen fanden am 31. Mai in Mainz sowie am 14. Juni in Kaiserslautern statt. Die Wettkämpfe in Mainz wurden von mehreren Gewittern mit Starkregen begleitet, die zu erheblichen Verzögerungen im Zeitplan führten. Für die LC-Jugend bot sich in Kaiserslautern die letzte Gelegenheit, sich für die Süddeutschen Meisterschaften zu qualifizieren.

Für ein Sprint-Rennen ist ein pünktliches und gezieltes Aufwärmen entscheidend. Umso schwieriger wird es für die Athleten, wenn die Zeitmessung ausfällt und sie über eine Stunde lang im Ungewissen warten müssen, ob und wann der Wettkampf fortgesetzt wird. Antonia Lau meisterte diese Situation in den Vorläufen über 100 m der Frauen hervorragend. Die eigentlich noch der WU20 angehörende Athletin lief in 13,42 sek eine neue persönliche Bestzeit. Auch Max Sellmeier kam mit der ungeplanten Unterbrechung gut zurecht. Mit 11,81 sek qualifizierte er sich für das B-Finale der MU18 über 100 m. Dort fiel die Zeitmessung allerdings erneut aus, sodass lediglich die Platzierungen ermittelt werden konnten. Max belegte den dritten Platz, eine offizielle Zeit gab es nicht.

In Kaiserslautern erschwerte starker Wind zahlreiche Disziplinen. Sprints, Weit- und Hochsprung sowie der Speerwurf wurden dadurch teilweise zur Lotterie. In der MU20 stellte Felix Sellmeier über 100 m mit 12,20 sek eine neue persönliche Bestleistung auf. Über die 400 m Hürden wollte er anschließend die Qualifikationsnorm für die Süddeutschen Meisterschaften angreifen. Er begann sein Rennen stark, stürzte jedoch bereits an der ersten Hürde. Zwar setzte er das Rennen sofort fort, fand aber nicht mehr in seinen Rhythmus und kam im weiteren Rennverlauf erneut zu Fall. Trotz Blessuren an Knien und Ellenbogen kämpfte er sich bis ins Ziel und wurde mit der Bronzemedaille belohnt. Seine Zeit von 67,53 sek lässt erahnen, welche Zeit ohne die beiden Stürze möglich gewesen wäre.

Max Sellmeier startete in Kaiserslautern als U18-Athlet über 400 m in der Konkurrenz der MU20. Er ging das Rennen hervorragend an und führte das Feld bis etwa zur 250-Meter-Marke an. Erst auf der Zielgeraden musste er einen Konkurrenten vorbeiziehen lassen und sicherte sich in persönlicher Bestzeit von 53,11 sek die Silbermedaille. Für die beiden Brüder steht als nächster Höhepunkt die Deutsche Meisterschaft mit der 4×400-m-Staffel in Bochum-Wattenscheid auf dem Programm.

Amélie Mateja qualifizierte sich über 100 m der W15 in souveränen 13,17 sek als Fünftschnellste für das Finale. Dort verpasste sie in starken 13,08 sek die Medaillenränge nur knapp und belegte den vierten Platz. Helena Friko gewann das C-Finale der W14, nachdem sie sich zuvor in 13,71 sek dafür qualifiziert hatte. Gemeinsam mit Milla Biegert und Clara Spies von der TG 04 Limburgerhof bildeten die beiden Haßlocherinnen eine Startgemeinschaft für die 4×100-m-Staffel. Eine gemeinsame Trainingseinheit zahlte sich aus: Mit sicheren Wechseln gewann das Quartett den ersten Zeitlauf deutlich in 52,48 sek. Im Gesamtergebnis liefen zwar noch vier Staffeln eine schnellere Zeit, dennoch bedeutete Rang fünf unter insgesamt 19 Staffeln einen starken Erfolg. Gleichzeitig stellte die Startgemeinschaft Haßloch/Limburgerhof eine neue Bestzeit auf – und war damit sogar schneller als der Frauen-Vereinsrekord des LC Haßloch von 53,0 Sekunden aus dem Jahr 1982.

Elias Bauer (M15) und Julius Bode (M14) gingen ebenfalls über 100 m an den Start. Julius musste nach der Hälfte des Rennens aufgrund muskulärer Probleme Tempo herausnehmen und wurde in 13,53 sek Vierter seines Vorlaufes. Elias hatte in seinem Lauf mit starkem Seitenwind zu kämpfen. Mit 12,62 Sekunden lief er bis auf eine Zehntelsekunde an seine Bestzeit heran und verpasste den Einzug ins A-Finale nur um zwei Plätze.

Paul Meyer trat zunächst im Hochsprung der M15 an und verbesserte seine persönliche Bestleistung mit übersprungenen 1,50 m. Anschließend wollte er über 800 m die Qualifikationsnorm für die Süddeutschen Meisterschaften erfüllen. Dafür musste er seine Bestzeit deutlich steigern. Entsprechend mutig ging Paul den zweiten Zeitlauf an, sodass ihm nur ein Athlet aus Koblenz folgen konnte. Ab etwa 500 Metern lieferten sich die beiden ein packendes Kopf-an-Kopf-Rennen, das der Koblenzer schließlich um lediglich vier Hundertstelsekunden für sich entschied. Die Freude bei Paul war dennoch riesig: Mit 2:15,92 Minuten verbesserte er seine Bestzeit um sensationelle acht Sekunden. Im Gesamtergebnis belegte er den vierten Platz und qualifizierte sich damit für die Süddeutschen Meisterschaften im bayerischen Kitzingen.

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